Mengederstraße 707
Geschrieben von: Hans- Ulrich Peuser   
hausansicht

 

Der 1. Amtssitz des „Amtes Mengede“ im Hause Baukloh


Historie:

Beschrieben wird nachfolgend die historische Entwicklung des Hauses „Mengeder Straße 707“, das im Jahre 1890 unter der damaligen Adresse „Bahnhofstr. 22“ vom Kaufmann Heinrich Baukloh nebst seiner Frau Karolina erbaut wurde. In diesem Wohn-und Geschäftshaus führte die Familie Baukloh einen Kolonialwarenladen; er wies ein sehr breites Sortiment an Lebensmitteln, Haushaltwaren sowie Artikeln für den täglichen Bedarf auf.

707re



Am 8. Mai 1889 erfolgte die Übersiedelung der Amtsverwaltung von Castrop nach Mengede. Die Beschaffung geeigneter Diensträume machte erhebliche Schwierigkeiten. Bis zum 15. August 1891 war das Büro des "Amtmann Schragmüller" in 2 vordem als Metzgerladen genutzten Räumen des Kaufmanns Eberhard Heinrich Baukloh, Bahnhofstraße Nr. 22, untergebracht.
Von hier ging die Amtsverwaltung zunächst in die alte Schule, die auf der Grünfläche vor der Kirche stand, bis 1904/05 das Amtshaus bezogen werden konnte, das neu errichtet wurde.

707li


Im Jahre 1928 wurde der Straßenname geändert. Das Haus hatte fortan die Anschrift „Castroper Straße 7“.

1962 wurde die Nutzung des Erdgeschosses als Lebensmittelgeschäft aus familiären Gründen endgültig aufgegeben, das Ladenlokal wurde umgebaut und in ein Eiscafé verwandelt. Jahrzehnte hat hier „Olinto“ mit seiner Familie leckeres Eis und weitere Süßspeisen verkauft, zu jener Zeit trafen sich sehr viele Schüler/innen der naheliegenden Realschule im Eiscafé „Venezia“, im Volksmund nur „Venne“ genannt, zum Zeitvertreib.

Im Jahre 1988 wurde der Straßenname erneut geändert, das Haus stand nun an der bis heute gültigen Adresse: „Mengeder Straße 707“.

Es folgten weitere Italiener als Pächter des Eiscafés, schließlich eröffnete nach einer weiteren Grundmodernisierung und Renovierung Raphaela Seidel ihren „Froschkönig“ - eine tolle Geschäftsidee, die mangels auskömmlicher Einnahmen dann leider im Jahre 2013 aufgegeben werden mußte.

Seitdem hat Pflegedienst Baier dieses Ladenlokal als zusätzliches Büro für sich langfristig angemietet. Nach dem Tod von Frau Lina-Gertrud Baukloh im Jahr 2013 ist nunmehr ihr Sohn, Hans-Ulrich Peuser, Eigentümer dieser historischen Liegenschaft, der Name Baukloh verschwand nach nunmehr nahezu 130 Jahren aus dem aktuellen Grundbuch der Stadt Dortmund.

Bauliche Erhaltungs- und Verschönerungsmaßnahmen wurden laufend durchgeführt; zuletzt erfolgte ein neuer Anstrich der Frontfassade im Jahre 2014 in einem hellgelben Farbton, wobei die auffälligen und schönen Stuckornamente in weißer Farbe abgesetzt wurden. Es ist erklärtes Ziel des Hauseigentümers, dieses historische Gebäude in Dortmund-Mengede auch weiterhin langfristig zu erhalten!

Baudokumente (pdf 4 MByte)

 
 
eXTReMe Tracker