Die Laurentius-Kapelle in Leveringhausen
Geschrieben von: Franz H. Veuhoff   

laur0001In der Bauerschaft Leveringhausen  etwa 3 km südwestlich von Waltrop  wurde schon früh auf dem Schultenhofe eine Kapelle errichtet, die dem hl. Laurentius geweiht ist. Urkundlich wird diese Kapelle im Jahre 1343 als Eigenkirche der Abtei Werden unter dem Geistlichen Arnolde von Mengede" nachgewiesen, wahrscheinlich hat sie aber schon länger, etwa im 11. Jahrhundert, bestanden, worauf eine um 1100 gegossene Glocke der Kapelle hinweist. Im 14. Jahrhundert wurde die Kapelle durch die Herren von Mengede gestiftet und ihr ein Teil des Gutes Halstrick (Middeldorf) zugewiesen.
Die Kapelle hat eine Glocke aus dem 14. Jahrhundert, die wahrscheinlich aus der erwähnten älteren Glocke umgegossen wurde, ohne Zeichen und Inschrift, romanischen Stils in Form einer Tulpe, 75 cm hoch und 80 cm Durchmesser, und eine zweite Glocke mit 84 cm Durchmesser aus dem Jahre 1518 mit der Inschrift: "Maria heite ich, den Doden luden ich, den Donner verdriuwe ich, dei mi hört der beden sich."
Die Kapelle blieb eine Vikarie der Waltroper Pfarrkirche, da letztere vom Erzbischof von Köln für alle Einwohner des Kirchspiels als Pfarrkirche bestimmt wurde.
Um die Mitte des 16. Jahrhunderts kam das Kirchenamt der Kapelle an die Familie von Lipperheide, Besitzer des Hauses Schörling in Waltrop. Von 16501663 war Theodor Micrdeldorf, Pfarrer in Horneburg, Rektor der Kapelle, später im 19. Jahrhundert Pfarrer Lorenz bzw. Vikar Dorfmüller aus Waltrop. Zurzeit wird sie von der Ludgeruskirche Waltrop unter Pfarrer Heen versehen.
Die Kapelle, deren Turm im Jahre 1886 erneuert wurde, enthält als Kunstwerke im Inneren einen Barockaltar mit einer eichenen Laurentiusstatue, Buch und Palme haltend, aus dem 16. Jahrhundert, und, in eine Monstranz gefasst, eine Reliquie des hl. Laurentius, die 1770 von Vikar Koch aus Rom mitgebracht wurde. Seit Juli 1988 gehört die Laurentiuskapelle in Leveringhausen der Gemeinde. Aus Eigenmitteln finanziert, wurde sie von den „Klöckner-Werken“ erworben. Urkundlich wurde das Bauwerk in der Waltroper Bauerschaft erstmals 1343 erwähnt. Die Gemeinde St. Ludgerus feiert dort jährlich das Patronatsfest am 10. August.laur0002

 
 
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