AK-Aktuelles
AK "Alt-Mengede"
Geschrieben von: Hans- Ulrich Peuser   

 

 

 

 

 

Heimatverein Mengede e.V. * Williburgstr. 27 * 44359 Dortmund

 

 

 

Stadt Dortmund – Umweltamt - Umwelt- und Landschaftsplanung

Herrn Dr. Uwe Rath

Brückstr. 45

44135 Dortmund

 

Dortmund, den 19.03.2018

 

 

 

 

 

 

Entwurf des neuen Landschaftsplanes der Stadt Dortmund

hier: Anregungen und Bedenken

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Dr. Rath,

der Heimatverein Mengede e.V. vertritt mit seinen mehreren hundert Mitgliedern eine sehr breite Öffentlichkeit in unserem schönen Stadtbezirk Dortmund- Mengede.

Rückblickend auf eine vor der Industriealisierung dieser Region doch eher sehr landwirtschaftlich und naturnah geprägte Landschaft im Dortmunder Nordwesten haben wir uns in unserem Heimatverein nun auch aktuell mit der Neuaufstellung des Dortmunder Landschaftsplanes beschäftigt. Hierzu hat es in der Vergangenheit mehrere Treffen interessierter Mitglieder unseres Vereins gegeben, die sich  mit den Zielsetzungen dieses gewaltigen Werkes „Landschaftsplan“ auseinandergesetzt haben.

In diesem Zusammenhang möchte ich anmerken, daß ich mich über mein Ehrenamt als Vorsitzender dieses örtl. Heimatvereins hinaus auch  als Landschaftplaner und Landschaftsarchitekt und ehem. Grünflächenamtsleiter mit diesem Thema seit längerem befassen durfte.

So stellen wir als Heimatverein Mengede e.V. in diesem Anhörungsprozess die nun nachfolgenden Forderungen an den vorliegenden Landschaftsplanentwurf auf:

 

  • generelle Anleinpflicht für Hunde in den ausgewiesenen Naturschutzgebieten
  • Jagdverbot von Wasservögeln in allen Naturschutzgebieten und entlang der Emscher sowie den HRB
  • Naturschutz für das HRB Mengede/Ickern, (es verfügt über einen überaus hohen Schutzwert!); die pauschale Aussage seitens der Behörde, es sei ein technisches Bauwerk, stellt absolut kein Argument gegen eine Unterschutzstellung dar (mit Hinweis auf die Möhnetalsperre, die  als techn. Bauwerk ebenfalls Schutzstatus genießt!)

Dieses Gebiet besitzt überdies eine ganz besondere Bedeutung für den Kiebitz, der mittlerweile auch umliegende Ackerflächen besiedelt, von daher sind hier die artenschutzrechtlichen Belange auf diesen Flächen besonders zu berücksichtigen!

Hinzukommt, daß die Vegetation gepflegt, d.h. auch zurückgeschnitten und ausgedünnt werden muß, um eine Verbuschung des gesamten Areals zu verhindern und somit den Kiebitzen dauerhaft ihre Brut- und Nistmöglichkeiten erhalten werden können!

  • Naturschutz für das HRB Ellinghausen (da für dieses HRB ähnliche Entwicklungen wie bei dem HRB Mengede/Ickern zu erwarten sind, sind analog dazu hier vergleichbare Schutzmaßnahmen vorzusehen!)
  • Sicherstellung einer Vernetzung der beiden HRB über die vielen vorhandenen Kleingewässer, vor allem der Emscher!
  • Erweiterung des bestehenden Naturschutzgebietes Im Siesack  bis zur Halde Groppenbruch bis einschl. Herrentheyer- Bach in Richtung Leveringhausen sowie Aufbereitung der Halde Groppenbruch für Bodenbrüter!
  • Naturschutz für die Fläche zw. Kanal und Ikea (Rest der ehem. LEP VI-Fläche), die im Eigentum von Thyssen-Krupp verbleiben kann und sollte. Bei der Pflege des Geländes sind jedoch unbedingt die Belange des Natur- und Artenschutzes zu berücksichtigen (kein Einsatz von LKW und/oder schweren Landmaschinen o.ä.)

 

Wir möchten Sie bitten, die vorgenannten Forderungen wohlwollend zu prüfen und bitten um entsprechende Berücksichtigung im weiteren Planaufstellungsverfahren.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Dipl.-Ing. Hans-Ulrich Peuser

  1. Vorsitzender

 

 

 

 
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