Vergnügliche Atmosphäre beim Februarstammtisch des Heimatvereins
Dass etwa 20 gut gelaunt Feiernde genau so viel Stimmung verbreiten können, als wenn mit der dreifachen Menge das Heimathaus brechend voll gewesen wäre, das zeigte die vergnügliche Atmosphäre beim Februarstammtisch des Heimatvereins. Eingeladen hatten die Veranstalter Mitglieder und Gäste unter dem Motto „Singen, Schunkeln, quatschen“ zu einem Abend im Zeichen des Karnevals mit der ausdrücklichen Aufforderung, gute Laune mitzubringen. Und daran hatten sich die Gäste gehalten. Kostüme und Verkleidungen waren außer einem zaghaft auf die Wange gemalten Herzchen oder einen das Haupt schmückenden Cowboyhut nicht angesagt.
Nur Diethelm Textoris als „DJ Tex“ erschien in seiner weißen Musikantenhose und dem Glitzerhemd der 70er Jahre. Peter Jürgens als technischer Leiter meinte zwar, der mitgebrachte Computer sei mindestens genauso alt, was der DJ aber widerlegen konnte, denn das aufgespielte Betriebssystem Window XP wurde erst 2001 eingeführt. Auf jeden Fall enthielt der Mini PC genau die Stimmungsmusik, die die Anwesenden in eben diese versetzte. So wurde bereits zu Anfang zu den Walzerliedern wie „Rut sin de Ruse“ oder den „Tulpen aus Amsterdam“ kräftig geschunkelt und auch der Aufforderung „Jetzt die Hände zum Himmel“ kam man gerne nach. Und mit dem Trizonesien-Song bekam das Publikum sogar als Zugabe eine kostenlose Geschichtsstunde.



Angesichts der guten Stimmung gab es auch Beiträge aus dem Publikum. Ein Gast, der zum ersten Mal dabei war, erinnerte an den unvergessenen Heinz Erhardt mit dem Lied „Was wär das Leben ohne Skat“. Er konnte auch dessen Gedichte erzählen, und passend dazu erklang aus den Lautsprechern „Linkes Auge blau, rechtes Auge blau“. Angelika aus Lünen bat darum, ein paar „schlüpfrige“ Witze zu erzählen zu dürfen. Wobei beim Verstehen der Pointen diejenigen die besten Chancen hatten, die ein abgeschlossenes Anatomiestudium hinter sich gebracht hatten. Auch als zwischenzeitlich das Fassbier ausgegangen war, trübte das nicht die Feierlaune, denn es war ja noch reichlich Flaschenbier da. Mit „So ein Tag so wunderschön wie heute“ in der Originalversion von Freddy Quinn klang die gut zwei Stunden dauernde Veranstaltung aus, einer Feststellung, der sich die Gäste des Abends gerne anschlossen.
Diethelm Textoris, Fotos: Ralf Obernier

