Hans-Ulrich Peuser hat das historische Bronzemodell von Mengede des Jahres 1826 vorgestellt

Der Heimatverein Mengede e.V. hat der Öffentlichkeit ein weiteres Kulturdenkmal übergeben: Ein detailgetreues Bronzemodell des alten Mengeder Ortskerns aus dem Jahr 1826 bereichert ab sofort den öffentlichen Raum und lädt Bürgerinnen, Bürger sowie Gäste zu einer Zeitreise ein. Der Standort befindet sich direkt neben dem Heimathaus am Widum. Für die Fläche wurde eine Sondernutzung mit dem Grünflächenamt vereinbart.

Sie sind stolz auf das Bronzemodell des alten Mengeder Ortskerns: v.l. Jürgen Karlshaus, Hans-Ulrich Peuser (Heimatverein), Axel Kunstmann (Bezirksbürgermeister), Beate Zadow, Lea-Alina van Nek (Stadt Dortmund), Jürgen Küster (Heimatverein), Britta Wienbrandt (Sparkasse), Ralf Knappkötter (Volksbank)

In einem Pressetermin am 26.09.26 wurde das Kunstwerk offiziell enthüllt und der Mengeder Bevölkerung übergeben. Zu den Anwesenden gehörten Bezirksbürgermeister Axel Kunstmann sowie Vertreter*innen der Stadt Dortmund, der Sparkasse und der Volksbank. Das Bronzemodell macht die historische Struktur des Stadtteils vor den großen Umbrüchen der Industrialisierung greifbar und schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Das Modell bildet Gebäude, die historischen Mühlen sowie typische Fachwerkhäuser des alten Ortskerns präzise nach. Etliche Gebäude existieren noch heute, andere, wie die alte katholische Kirche, wurden abgerissen. „Mengede war damals ein kleines Dorf, denn die bebauten Flächen rund um dem Marktplatz existierten noch nicht“, erläutert Hans-Ulrich Peuser.

Geschaffen wurde das Kleinod von dem renommierten Künstler Felix Broerken und seinem Sohn, die in einer zehnmonatigen intensiven Schaffensphase und in Abstimmung mit dem Heimatverein historische Karten und Dokumente in dreidimensionale Realität umsetzten. Augenmerk wurde auch auf den natürlichen Verlauf der Emscher gelegt, die damals noch mitten durch den Ort floss.

Inklusion im Fokus

Das Bronzemodell wurde barrierefrei gestaltet. Dank integrierter Beschriftungen in Brailleschrift (Blindenschrift) ist es auch Sehbehinderten und blinden Menschen möglich, die historische Architektur und die einstige Ortsstruktur zu ertasten.

Die Realisierung dieses anspruchsvollen Projekts im öffentlichen Raum wurde aus Mitteln des Heimatfonds NRW, der Stadt Dortmund sowie der Sparkasse und der Volksbank finanziert. Hans-Ulrich Peuser sprach allen Beteiligten seinen tiefen Dank aus.

Passt genau: der Standort vis-à-vis der historischen Fachwerkhäuser

Text und Fotos: Peter Kaufhold