Nach seinem Besuch im März 2017 konnte der Heimatverein Mengede den Dortmunder Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter erneut im vollbesetzten Heimathaus begrüßen.

Zunächst gab der Chef des Dortmunder Zoos, der im Jahr 1953 als Zoologischer Garten Dortmund eröffnet wurde, einen Überblick zur Entstehung der Anlage und berichtete vom aktuellen Stand der umfangreichen Umbauarbeiten und den damit verbundenen Schwierigkeiten. Die Anzahl der Tiere wurde verringert (1.223 Tiere verteilt auf 141 Arten, Stand: 31.12.2024) um dadurch noch bessere Pflege- und Haltungsvoraussetzungen zu schaffen. 

Natürlich hatte er auch wieder interessante Tier- und Zoogeschichten im Gepäck. In seiner gewohnt humorvollen Art berichtete er von einem Tierpfleger der aus dem Urlaub zurückgeholt werden musste, weil sich der „ausgeflippte“ Seelöwen-Pascha nicht von Tierpflegerinnen beruhigen lassen wollte. Auch die Tatsache, dass mehr Frauen als Männer von Krokodilen getötet werden, weil diese beim Waschen am Fluss in gebückter Haltung einem Vierbeiner gleichen und so in das Beuteschema der Riesenreptilien passen (wogegen Männer die im Fluss stehend angeln selten attackiert werden) war den meisten Zuhörern wohl neu.

Im zweiten Teil des Stammtischabends hatten die Anwesenden Gelegenheit Fragen an den Zoo-Chef zu stellen, wovon sie dann auch regen Gebrauch machten. 

Zum Schluss der Veranstaltung überreichte der Vorsitzende des Heimatvereins Mengede, Hans-Ulrich Peuser, dem Referenten noch eine Flasche Medizin in Form von „Remigius-Tropfen“ und versprach ihm, dass der Heimatverein Mengede auch diesmal wieder eine einjährige Patenschaft für ein Zootier übernehmen wird.

Text und Fotos: Ralf Obernier