Axel Kunstmann zeigt klare Kante gegen OB Alexander Kalouti. „Kein Gewerbegebiet in Groppenbruch!“

Der Einladung zum Neujahrsempfang der Bezirksvertretung waren rund 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Vereinen, Parteien, Initiativen aus dem Stadtbezirk gefolgt. Vor dem Pflichtprogramm aus Begrüßung und Ansprachen trat der Schulchor des Heinrich-Heine-Gymnasiums auf. Die Darbietung verdiente das Prädikat: „Voll gelungen“. Musiklehrerin Frau Langrock trug mit ihrem Chor populäre internationale Songs vor. „Rolling in the Deep“ von Adele, zu Beginn des Programms, wurde nach weiteren Songs und lang anhaltendem Applaus des Publikums außerdem noch als Zugabe gefeiert.

Es hatte sich hoher Besuch eingefunden: Dortmunds Bürgermeisterin Britta Gövert (Bündnis 90/Die Grünen) sprach ein Grußwort. Überraschenderweise konnte sie eine innige Verbindung zum Mengeder Stadtbezirk bekanntgeben. Ihre Diplomarbeit nach der Ausbildung als Raumplanerin hat sie dem Thema Mengede gewidmet.

Bürgermeisterin Britta Gövert begrüßt die Gäste auf dem Neujahrsempfang der Bezirksvertretung Mengede.

Bezirksbürgermeister Axel Kunstmann griff in seiner gut 10-minütigen Ansprache einige Kernthemen auf, die die Menschen im letzten Jahr bewegt haben und immer noch brandaktuell auf der Tagesordnung stehen. Zunächst komplett auf Ablehnung stieß bei ihm der Vorstoß von OB Alexander Kalouti, der als einer seiner ersten Amtshandlungen verlauten ließ, das Gebiet rund um die Halde Groppenbruch als Gewerbegebiet auszuweisen. Kunstmann unmissverständlich: „Abgewracktes Thema. Nicht mit uns! Groppenbruch brauchen wir als Frischluftschneise im Grüngürtel in unserem Stadtbezirk“. Mit Hinweis auf die Baugebiete Knepper-Gelände und Im dicken Dören fragt er sich: Was soll noch alles in Mengede zugepflastert werden?

Deutliche Worte findet Bezirksbürgermeister Axel Kunstmann.

Statt neue, aus Mengeder Sicht, kritische Themen anzustoßen, sollten besser teils jahrelang brachliegende Projekte endlich zu Ende geführt werden. Beispiele lieferte Kunstmann gleich mit: Eingangsbereich des Volksgarten nebst neuem Spielplatz, die Umkleidekabinen bei Rot-Weiß Germania und die Sanitäranlagen bei Mengede 08/20, die beiden maroden Brücken, ehemalige Kaufland-Immobilie und die Dependance der Dortmund Musik am Mengeder Busbahnhof.

Doch Kunstmann gibt seine Hoffnung nicht auf, dass mit Hilfe vielen Aktivistinnen und Aktivisten im Stadtbezirk gute Ergebnisse für alle erzielt werden können. Er schließt mit dem Zitat aus dem Weihnachtslied O Tannenbaum:

Die Hoffnung und Beständigkeit gibt Mut und Kraft zu jeder Zeit.

Text und Fotos: Peter Kaufhold