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QR-Nahverkehrsmuseum

(www.bahnhof-mooskamp.de)

Das Nahverkehrsmuseum Dortmund befindet sich seit 2001 auf dem ehemaligen Betriebshof „Mooskamp“ der Ruhrkohle Bahn- und Hafenbetriebe im Aufbau. 2007 wurde der Betriebshof in Eigenregie übernommen. 
Die VHAG DSW e.V. betreibt seit 2008 musealen Fahrbetrieb mit historischen Dortmunder Schienenfahrzeugen auf der erneut in Betrieb genommenen, industriegeschichtlich bedeutsamen Hoesch-Werkbahntrasse HHW 6141 zwischen DO-Huckarde und DO-Ellinghausen.
Durch die Einrichtung einer ständigen Ausstellung für schienengebundenen, öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im ehemaligen RAG-Revisions-Betriebswerk Mooskamp der Kokerei Hansa wird über Aufarbeitung, Wartung und Ausstellung historischer Schienenfahrzeuge deren Geschichte in der alten Lokhalle dargestellt.
Mit dem historischen Fahrbetrieb und der Fahrzeugsammlung am Betriebshof Mooskamp wird ein Beitrag zur kulturellen Vielfalt, sowie zur Industrie- und zur Nahverkehrsgeschichte geleistet. 
Zudem wird beschäftigungspolitisch erfolgreich mit der ARGE Dortmund aus Sozialamt und Agentur für Arbeit in Dortmund kooperiert.

Die Geschichte des Bahnhof Mooskamps

Entstanden ist die Lokhalle in 2 Abschnitten. 1952 wurde der östliche zweigleisige Teil als Außenposten der „Eisenbahnabteilung“ der Kokerei Hansa durch die damalige Dortmunder Bergbau AG errichtet. Der westliche Teil mit 2 Gleisständen wurde 1955 errichtet. Die Halle diente der Wartung und Reparatur der in den umliegenden Betrieben eingesetzten Dampf- und Diesellokomotiven. Für die bis in den 1970er Jahren eingesetzten Dampfloks gab es im Gleisvorfeld noch Versorgungseinrichtungen für Wasser und Bekohlung. Das Tankgleis der Dieselloks ist heute noch im östlichen Teil erkennbar.

Foto: Eduard Erdmann
Foto: Eduard Erdmann

Am westlichen Rande am heutigen Bahnübergang gab es nach Nordwesten ein Verbindungsgleis von der Kokerei Hansa bis zur Benzolreinigung der ehem. Zeche Adolf von Hansemann in Mengede und einen Anschluss zur Zeche Westhausen. Nach Nordosten gab es eine Verbindung über Ellinghausen (geplante Großzeche, tatsächlich nur eine ehem. Kohlehalde und Landabsatz, wo heute das IKEA-Lager angesiedelt ist) über Lindenhorst zur Zeche Minister Stein und zum Hardenberghafen, dem Kohleumschlagplatz des Dortmunder Hafens. Die Zeche Hansa stellte im November 1980 ihren Betrieb ein. Die Kokerei Hansa stellte erst zum 15.12.1992 ihren Betrieb ein. Damit wurde die Aufgabe der Lokwerkstatt Mooskamp immer regionaler und wurde für die Lokreparaturen und für den Lokeinsatz in Dortmund zuständig.

Foto: Ingo Strumberg
Foto: Ingo Strumberg

Das Nahverkehrsmuseum

2001 wurde der erste Oldtimertriebwagen Nr. 290 am Mooskamp unterstellt.
2003 wurde offiziell mit der Entwicklung eines Nahverkehrsmuseum begonnen. Seit 2007 ist die Lokwerkstatt im Eigentum der Bahnhof Mooskamp gGmbH und mit dem Trägerverein WAB e.V. wurde das Nahverkehrsmuseum und der Fahrbetrieb entwickelt.

Foto: Ingo Strumberg
Foto: Ingo Strumberg

2011 wurde im östlichen Teil eine neue Fahrzeughalle für Straßenbahnen gebaut und man konnte im Frühjahr 2012 die historischen Straßenbahnen der Dortmunder Stadtwerke übernehmen. Die Gleisinfrastruktur vor dieser Fahrzeughalle wurde mit Straßenbahngleisen neu aufgebaut und mit der Eisenbahninfrastruktur verbunden.

Foto: Ingo Strumberg
Foto: Ingo Strumberg

Der Oldtimerfahrbetrieb wird seit 2008 auf den Eisenbahngleisen nach BOA-Betriebsordnung für Anschlussbahnen durchgeführt. Den Strom für die Straßenbahnen liefert der mitgeführte gekapselte Dieselgenerator.

Foto: Ingo Strumberg
Foto: Ingo Strumberg

Das befahrene rd. 7 km lange Gleisnetz führt im Norden bis zur Ellinghauser Straße und im Süden an der Kokerei vorbei, zuerst nur bis zum Hansa Brückenzug, aber inzwischen kann bis zur Franziusstraße zum Beginn des DOMIG-Geländes gefahren werden. Die Diagonale des ehem Gbf. der Kokerei kann auch seit einigen Jahren befahren werden.

Als Dortmunder Teil der Internationalen Gartenausstellung – IGA 2027, die sich vom HSP-Gelände an der Rheinischen Straße bis zum Bahnhof Mooskamp erstrecken wird, soll das Nahverkehrsmuseum die Mobilität der Besucher über die Panoramastrecke zwischen Dorstfeld und Nette sicherstellen. In diesem Zusammenhang wird die Umstellung der dieselbetriebenen Generatoren auf regenerative Energien geprüft.

2018 hat sich der Betreiberverein Westfälische Almetalbahn e.V. (WAB) in Verkehrshistorische Arbeitsgemeinschaft Dortmunder Stadtwerke – VHAG DSW umbenannt um sich mit dem Historischen Verein der Dortmunder Stadtwerke vereinigt.

Stand: Januar 2019