Heimatblätter
Beiträge und Geschichten aus dem Stadtbezirk Mengede
Herausgegeben vom Heimatverein Mengede e. V.

Nr. 48 Oktober 2016 15. Jahrgang
EP 0,50 Euro

 
 
 
 

Paul Gausepohl

* 9. Februar 1939 - † 09. Oktober 2016

Wir trauern um Paul Gausepohl, dem früheren Vorsitzenden unseres Heimatvereins, Paul Gausepohl, geboren in Velsen, Stadt Warendorf, kam 1975 nach Mengede, um als Nachfolger von Wilhelm Besselmann die Führung der Volksbank eG zu Dortmund-Mengede, heute Volksbank DO-Nordwest eG zu übernehmen.image002

Paul Gausepohl studierte in Münster an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Philologie mit dem Schwerpunkt Sport. U.a. spielte er auch in der deutschen Handball-Studentenauswahl, bis er das Studium wegen eines Bandscheibenvorfalls abbrechen und den Sport aufgeben musste. In der Folge studierte Paul Gausepohl Betriebswirtschaftslehre mit den Nebenfächern Bankbetriebslehre und Genossenschaftswesen, legte vorzeitig seine Rechtsprüfung ab und drei Jahre später die Diplomprüfung für Kaufleute.

Seine berufliche Laufbahn begann 1966 bei der Wirtschaftsprüfungs-
gesellschaft für gewerbliche Genossenschaften in Bonn (später: Treueverbund GmbH) die er als Prüfungsleiter verließ, um die Stelle in Mengede als Bankdirektor anzutreten.

In Mengede fühlte sich der Paul Gausepohl, der in seiner Freizeit heimatliche und historische Bücher las, schnell zuhause, hatte sich über seinen Beruf hinaus in vielen Gremien für den Stadtbezirk engagiert und einen großen Freundeskreis gefunden.

Bei seinem großen Interesse für die Mengeder Geschichte war es selbstverständlich, dass Paul Gausepohl maßgeblich zur Gründung unseres Heimatvereins beitrug und auch bei der Gründung erster Vorsitzender des Vereins wurde. Wie tief er mit der Heimatgeschichte verbunden war, zeigte er auch gerne den Kindern unserer Schulen, wenn er Sachunterricht vor Ort machte, und mit ihnen die historischen Stätten im Stadtbezirk zu Fuß erkundete.

Vor zwei Jahren hatte er schweren Herzens den Vorsitz niedergelegt, um sich ganz seiner an Krebs erkrankten und im vergangenen Jahr verstorbenen Frau widmen zu können. Die Heimatgeschichte stand nun ganz hintenan. Nach dem Tod seiner Frau waren es seine Passionen, die ihn gedanklich wieder in normale Bahnen führen sollten. Das gelang – wenn überhaupt – Paul Gausepohl nur kurze Zeit, bevor er selbst ein Opfer dieser tückischen Krankheit wurde.

Wie Paul Gausepohl über seine „zweite Heimat“ dachte, zeigte sich 2003, als er nach 29 Jahren als geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Volksbank in den Ruhestand getreten war. Für seinen dritten Lebensabend kaufte er eines der Bürgerhäuser im Ortskern. Seinen Worten zu diesem Vorhaben: „Betrachten Sie diesen Entschluss als Liebeserklärung“ ist nichts mehr hinzuzufügen.

Uns fehlt jetzt eine Stimme der Heimat, ein Freund der plattdeutschen Mundart, der Sagen und Legenden unserer Region liebte, der tief die Geschichte des Dortmunder Nordwestens recherchierte und vieles mehr an unserem Stadtbezirk lieb gewonnen hatte.

Wir vermissen Paul Gausepohl, er möge in Frieden ruhen.

Fr.- Heinrich Veuhoff 

 

 

 

 

„Kampf“ um Kapelle


Schnadegang führte nach Waltrop

Einen prominenten Widerpart hatte Hans-Ulrich Peuser am Tag der Einheit beim diesjährigen Schnadegang. Sein „Gegner“ war Norbert Frey, früherer Waltroper Bürgermeister und jetziger Vorsitzender des dortigen Heimatvereins.
Der amüsante „Streit“, der schließlich von dem Leveringhauser Diakon Dieter Krumminga als Schlichter friedlich-schiedlich mit dem Hinweis beendet wurde, man solle diesmal alles so belassen wie es ist und eventuell dann im nächsten Jahr erneut verhandeln.

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Dieter Krumminga fällt den Schiedsspruch.
In der Mitte Norbert Frey und Hans-Ulrich Peuser (rechts)

Bei der fiktiven Diskussion hatte Peuser die Forderung gestellt, man sollte die heute zur Waltroper Gemeinde St. Petri gehörende Laurentius-Kapelle in Leveringhausen Mengede übertragen. Seine Begründung: Schon im Jahr 1343 war der Geistliche Arnold von Mengede im Zusammenhang mit der Kapelle erwähnt worden.

Sein Kontrahent aus Waltrop lehnte die Forderung strikt ab. Frey stellte sogar Gegenforderungen. Zwei Waltroper Freihöfe nämlich hätten vor 500 oder 800 Jahren Güter in Mengede besessen. „Und diesen Zustand soll man wieder herstellen.“ Mit der „nachgespielten“ Diskussion wurde an die alljährlichen Grenzkontrollen (Schnadegänge) aus dem Mittelalter erinnert, die seit dem 14. Jahrhundert in Westfalen Tradition und Brauch waren, bis sie 1842 verboten wurden, weil es bei diesen Kontrolltouren immer wieder zu Saufexzessen gekommen war. Außerdem war inzwischen die Überprüfung der Grenzabstände durch die Einführung der Katastervermessung sowieso überflüssig geworden.

Ausgetragen wurde der „Disput“ vor der historischen, in den Jahren 2009/1010 von Grund auf renovierten Kapelle, in der Krumminga anschließend eine kurze Andacht abhielt. Auf der Orgel begleitet wurde er von Hans-Ulrich Peuser, der ja nicht nur Vorsitzender unseres Heimatvereins, sondern auch Organist der evangelischen Kirchengemeinde St. Remigius ist.

Die Kapelle im Dorf „Liefenordinhosen“ (auch „Liberdinchusen“), wie Levringhausen früher geheißen hatte, hat übrigens noch einen weiteren Mengeder Bezug. Sie wurde den Gläubigen, (wahrscheinlich im 11. Jahrhundert) von den Herren von Mengden (= Mengede) gestiftet.

137 Teilnehmer hatten sich dieses Mal an dem Schnadegang beteiligt. Sie waren zum Teil per Bus oder mit ihren Autos, der harte Kern aber zu Fuß zum Start zum „Haus Bramsel“ an der Stadtgrenze nach Waltrop gekommen. Der Weg in Richtung Henrichenburg führte auch an einem fast vergessenen Wegekreuz vorbei, dass französische Priester, die während der französischen Revolution nach Waltrop geflohen waren, aus Dankbarkeit für ihre Aufnahme, errichtet hatten.

Bei der Rückkehr ins Heimathaus wurde mit einem Film über den früheren Todesstreifen an der Berliner Mauer auch an den eigentlichen Sinn des Tages der Deutschen Einheit erinnert

 

Karlheinz Bohnmann

 

 

 

Stammtische


Über Sicherheit informiert

„Die Welt ist schlecht, die Welt ist nicht mehr gut“, sagte  Kriminal-Hauptkommissar Detlef Burkardt, seit über 45 Jahren im Polizeidienst und inzwischen im Ruhestand. Er sprach an unserem August-Stammtisch über Sicherheit im Alter.

Dabei betonte der Experte, der seit 16 Jahren in der Kriminalprävention tätig war: „Der alte Mensch ist nicht mehr Opfer als andere“ und „auch deutlich weniger gefährdet.“ Burkhardt machte aber auch klar, wie wichtig dennoch Sicherheitsmaßnahmen und richtiges Verhalten sind, und mit welchen raffinierten Einfällen  Betrüger ans Werk gehen, um Beute machen können. Zu den vielen Beispielen, die er nannte, gehörte natürlich auch der bekannte Enkel-Trick.

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Detlef Burkhardt vor interessierter Kulisse

Burkhardt warnte u. a. aber auch vor der Teilnahme an Preisausschreiben, Payback-Angeboten und Kaffeefahrten: „Lassen Sie das sein! Alles Shore!“ Und natürlich ging er auch auf die Methoden ein, mit denen Betrüger die moderne Nachrichtentechnik für ihre Zwecke (aus)nutzen.

Aber es gab auch eine lange Reihe an Vorschlägen, wie man sich schützen kann. Auch dafür nur eine Beispiele: Taschen sollten immer eng am Körper getragen werden, Geldbörsen in der Hosentasche sind für Langfinger eine leichte Beute. Auch sollte man sich am Telefon bei einem Anruf statt mit seinem Namen mit „Hallo“ melden. Namen oder Details über die Familien sowie über Nachbarn an Dritte soll man ebenfalls nicht weitergeben. Und Geld sollte man nie öffentlich zeigen und nur in geringen Mengen bei sich tragen.

Weitere Sicherheitshinweise bezogen sich auf Haus und Wohnung. Wichtig seien z. B. ein Guckloch in der Wohnungstür und ein massiver Sperrriegel an der Haustür. So könnte man sich vor unerwünschten Besuchern schützen. Und Fenster sollten mit Sicherheitsschlössern verriegelt werden.

Zu den vielen Tipps gehörte auch der Hinweis, dass man mit einer Trillerpfeife einen potentiellen Angreifer in die Flucht treiben könnte. Noch besser aber sei ein technisches Spezialgerät, das im Fachhandel erhältlich ist.

Karlheinz Bohnmann

 

 

Mengede: InTakt: Nachrichten auf dem Bildschirm

Am September-Stammtisch stellte sich das sechsköpfige Redaktionsteam der Internetplattform „Mengede: InTakt“ vor.

Franz-Josef Fedrau berichtete über die vielfältigen Aktivitäten unseres Heimatvereins, die nicht nur unter www.heimatverein-mengede.de sondern auch unter www.mengede-intakt.de nachgelesen werden können.

Fedrau kümmert sich bei „In Takt“ außerdem neben unserem Heimatverein um die Interview-Reihen „Auf eine Tasse Kaffee“ und „Was macht eigentlich?“. Themen z.B. der „Schumacher am Markt“ oder Institutionen wie die Stadtteilbibliothek sowie die Behindertenwerkstatt Distelwiese der Werkstätten Gottessegen auf dem Gelände des ehemaligen Gutes Königsmühle.

Einen anderen Schwerpunkt hat Peter Kaufhold. Die Kinder- und Jugendarbeit im Stadtbezirk. U. a. ging er auf die Kinderarche in Nette ein, die sich von einer ehemalige “Verwahranstalt für Kinder“ zu einer zertifizierten „Bewegungskindertagesstätte“ entwickelt hat. Der „Ferienspaß“ hätte in diesem Jahr, auch wegen der geänderten finanziellen Situation, eine besondere Qualität gehabt. Durch eine vernünftige Planung hätten die Kinder während der gesamten Ferien an Freizeitaktivitäten im Stadtbezirk teilnehmen können. Gelobt wurden auch die Schulen, in denen diverse Programme und Arbeitskreise angeboten werden. So die Tierschutzaktion Amur-Leopard der Overberg-Grundschule und ein Zirkusprojekt in der Regenbogen-Grundschule sowie das Antidrogenprojekt „Blau sein ist blöd“ in der Jeanette-Wolff-Hauptschule und die Integrationsaktion „Bunt statt braun im Stadtbezirk“.

Diethelm Textoris, der durch  seine Reiseberichte in Dortmunder Printmedien (u.a. in der früheren „Mengeder Zeitung“) bekannt ist, beschäftigt sich z.B. mit den kulturellen Angeboten im Stadtbezirk, wie die Konzertreihe „Musik im Amtshaus“, Autorenlesungen in den  Buchhandlungen am Amtshaus und Arnold und in der Stadtteilbibliothek sowie  Konzerte im Heimathaus, im Gemeindehaus in Nette oder im Kulturzentrum Saalbau.

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Das Team von Mengede: InTakt 

Textoris berichtet aber nicht nur über die schönen Dinge in und um Mengede, er übersieht auch die Schattenseiten, wie Müll am Wegesrand, nicht.

„Cawi“ Schmälter erinnerte an seine langjährige Tätigkeit als Pressewart des TV Mengede. Ein Sportverein, der alles bietet, außer Fußball.

Ein weiteres Thema war der Kampf der Netter gegen die Schließung des evangelischen Gemeindezentrums.

Mit Lokalpolitik beschäftigt sich Monika Zybron-Biermann, die Journalistin aus Bodelschwingh ist der einzige Profi im Redaktionsteam. Sie blickte auf die Zeiten zurück, als sie mit Karlheinz (Charly) Bohnmann im Amtshaus stundenlange Sitzungen der Bezirksvertretung verfolgt hatte und erinnerte daran, dass sie sich eigentlich geschworen hatte: Nie wieder Kommunal-politik!

Da aber die Arbeitsplätze in den Printmedien kontinuierlich abgebaut würden und deshalb  immer weniger Informationen geliefert werden, möchte sie diese Lücken über Mengede: InTakt kleiner machen. Ziel muss es sein, das Nord-/Südgefälle, auch in Dortmund, zu reduzieren. Trotz positiver Veränderungen im Mengeder Stadtkern sei es wichtig, die weitere Entwicklung zu beobachten.

„Mengede: InTakt“-Initiator Klaus Neuvians fasste zum Schluss die wichtigsten Fakten zusammen und stellte einige  Daten vor: Gestartet im November 2014 ist Mengede: InTakt neben den Nordstadt-Bloggern das einzige Internetportal im gesamten Dortmunder Stadtgebiet.

Wurden im Jahre 2015 durchschnittlich 40 Beiträge pro Monat eingestellt, so steigerte sich diese Zahl in diesem Jahr auf 50 im Monat. Die Anzahl der täglichen Besucher liegt bei 400 bis 500. 2300 Nutzer haben sich registrieren lassen.

Seit rund vier Monaten läuft ein Probebetrieb über Facebook, um möglichst viele Menschen aus unserem Stadtbezirk für eine Mitarbeit zu gewinnen.

Ein unverwechselbares Gesicht hätte das Internetportal„ durch das Foto von der „Schwieringhauser Kanalbrücke“, das von Dr. Ingo Herminghaus stammt. Wichtige Kooperationen bestünden mit dem Cartoonisten Mario Lars und der Wochen-zeitung Kontext aus Stuttgart.

Ein wichtiger Leitspruch des Portals sei: „Wir sind unabhängig von wirtschaftlichen Interessen und politischen Einflussnahmen, gleichwohl sind wir nicht unpolitisch!“

Aus Anlass des zweijährigen Bestens von „In Takt“ wurde am 12. November ein Baum im  Heimatwald gepflanzt. Gleichzeitig soll der erste Band einer geplanten Schriftenreihe „Kindheit in der Zechensiedlung“ von Bärbel Howarde erscheinen.

Franz-Josef Fedrau

 

 

Liederabend fand viel Anklang

Der Oktober-Stammtisch wurde wieder einmal als Liederabend gestaltet. Mit über 70 Teilnehmern war das Heimathaus einmal mehr „voll ausgelastet“. Hans-Ulrich Peuser erinnerte noch einmal an den diesjährigen Schnadegang.

Pünktlich zum Liederabend lag auch die zweite Ausgabe des Liederheftes „So klingt`s bei uns im Heimathaus“ vor.

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Monika Siewert und Diethelm Textoris 

Neu ist das Mengeder Heimatlied. Dieses Lied war 1954 bei der Karnevalveranstaltung des früheren Gesangsvereins Einigkeit Groppenbruch uraufgeführt und in einer alten Ausgabe der „Mengeder“ von Franz-Heinrich Veuhoff ausgegraben. Der inzwischen auch verstorbene Wilfried Jürgens kannte noch die Melodie, sang sie Hans-Ulrich Peuser vor, und der schrieb die Noten 2014 neu. Die erste Strophe ist noch original, die weiteren Strophen sind aus der Feder von Veuhoff. Mit Volksliedern und bekannten Schlagern ging es weiter.

Für eine Überraschung hatte Monika Siewert, auch Mitglied unseres Heimatvereins mit „Berliner Schnauze“ mit einigen Chansons aus der guten alten Zeit gesorgt.

Diethelm Textoris erinnerte spontan an den 85. Geburtstag von Freddy Quinn und stimmte „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ an und gemeinsam mit Monika Siewert folgte „Junge, komm bald wieder“.
Alle waren wieder einmal zufrieden. Auch das Versprechen eines weiteren Liederabends wurde „wohlwollend“ beklatscht. Mit vielen Gesprächen klang dieser schöne Abend im Heimathaus aus.

 

Franz-Josef Fedrau

 

 

 

Denkmalplakette des Landes NRW


Objekt-Erläuterungen im Stadtbezirk

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Besteht ein öffentliches Interesse an der Erhaltung und Nutzung u.a. von Gebäuden, Siedlungen, Gehöftgruppen, Stadt- und Ortsbildern, dann sprechen wir von Denkmälern, zu deren Schutz und zur Pflege 1980 in NRW das Denkmalschutzgesetz beschlossen wurde. Als äußeres Zeichen erhalten die Eigentümer dieser Denkmäler die Denkmalplakette sowie eine Urkunde des Landes NRW auch mit der Bitte, diese an gut sichtbarer Stelle am Denkmal anzubringen.

Weil die Plakette selbst keine Informationen über das Denkmal hergibt hat der Heimatverein sich vom Ministerium für Stadtentwicklung das Einverständnis geben lassen, die offizielle Denkmalplakette und einen QR-Code gemeinsam auf einem Schild zu platzieren. Mit dieser Beschilderung kommen wir dem Wunsch der Bevölkerung nach, Hintergrundgeschichte zu Denkmalen zu liefern. Die Aktion wird auch von der Bezirksvertretung unterstützt, und die ersten Objekte wurden bereits mit „unserer“ Plakette versehen.

Darüber hinaus haben wir uns entschlossen, auch nicht als Denkmäler ausgezeichnete Gebäude und historische Stätten mit einem Schild zu kennzeichnen, dass das Mengeder Wappen neben dem QRC zeigt.

Begonnen wurde die Aktion am „Heimathaus“, inzwischen wurden Schilder an der Ev. Remigius-Kirche Mengede, der Ev. Schlosskirche Bodelschwingh, am Stationskreuz der Fronleichnamsprozession (Rittershoferstraße) sowie an den Gebäude Mengeder Str. 686 und 707, Siegenstr. 11 und Williburgstraße 19 und am Jüdischen Friedhof an der Siegenstraße

Fr.- Heinrich Veuhoff

 

 

 


Smartphone genügt


QR-Infos am jüdischen Friedhof

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Rabbiner Baruch Babaev, mit Teilnehmern vor dem

jüdischen Friedhof Groppenbrucher-/Siegenstraße

Der von unserem Verein installierte QR-Code (am Tor angebracht) macht´s möglich, auch wenn der Eingang verschlossen ist, sich über den idyllischen jüdischen Friedhof, der vor 130 Jahren in der Mengeder Heide angelegt wurde, und über die frühere jüdische Gemeinde in Mengede informieren. Man braucht dazu nur ein modernes Smartphone mit dessen entsprechender App „versteckte“ Texte abgehört werden können“.

Das Schild wurde in Anwesenheit des Landesrabbiners Baruch Babaev und Mitgliedern des Heimatvereins und der Mengeder Bezirksvertretung offiziell vorgestellt.

Der Rabbiner bedankte sich im Namen der jüdischen Gemeinde für das „Denkmal.“ Er unterstrich, dass es früher wohl ein gutes Verhältnis zwischen den Mengedern und ihren jüdischen Mitbürgern gegeben hatte. Tatsächlich war deren kleine, aber lebendige Gemeinde vor 1933 sehr angesehen.

Babaev schloss mit einem Gedenkgebet für die im „Haus der Ewigkeit“ (Beerdigungsstätte) Ruhenden. 

Aus dem von Franz-Heinrich Veuhoff verfassten QR-Text erfährt man u. a., dass ab 1811 jüdische Mitbürger in Mengede gelebt haben, deren Israelischer Wohltätigkeitsverein zur Synagogen-Gemeinde gehörte und der in Mengede 56 und in Bodelschwingh drei Mitglieder hatte. Ein weiteres wohnte in Deusen.

Auf dem 1886 angelegten, 192 qm großen Friedhof an der Siegenstraße befinden sich 23 Grabstätten, darunter sieben von Verstorbenen, die umgebettet wurden, als ein früherer jüdischer Friedhof Anfang des 20. Jahrhunderts geschlossen wurde, der sich an der Mengeder Straße (etwa in Höhe des Hallenbades) befunden hatte. Die beiden letzten Beisetzungen in der Heide fanden 1952 statt.

Karlheinz Bohnmann

 

 

 


Adventsmarkt noch größer


Buntes Angebot in und an der Kirche

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Auch in diesem Jahr veranstalten wir wieder den bei der Bevölkerung beliebten und immer gut besuchten Adventsmarkt.

Am 3. und am 4. Dezember werden rund um die evangelische Remigius-Kirche sowie auf dem Vorplatz des Heimathauses diesmal an über 20 Ständen Händler ihre vielfältigen Warenangebote, die von Bastelarbeiten und Düften bis hin zu Kerzen, Glasschmuck oder auch Weihnachtsgebäck reichen, präsentieren und zum Verkauf anbieten.

Neben einem musikalischen Programm an beiden Tagen wird die Hohensteiner Puppenbühne dreimal (zweimal am Samstag und einmal am Sonntag) mit einem vorweihnachtlichen Kasper-Theaterspiel erfreuen. Und an beiden Tagen verteilt der Nikolaus wieder Stutenkerle an die erwartungsfrohen Kinder, die sich auch wieder an einem Karussell erfreuen können. Der Samstagabend endet mit einem Auftritt der „Pilspicker“, Dortmunds älteste und bekannteste Jazzband.

Am Sonntag geht das Programm, in dessen Rahmen auch ein Familiengottesdienst geplant ist, mit viel Musik weiter.

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Neben Bratwurst und Pommes-Frites werden auch Reibekuchen, Schmalzstullen und Schinkenschnittchen angeboten.

An Getränken gibt es für die Kinder Punsch und warmen Kakao und für die Erwachsenen Glühwein und Hochprozentiges. Und im Heimathaus, das an beiden Tagen geöffnet ist, kann man auch ein leckeres Bierchen zu sich nehmen, während im evangelischen Gemeindehaus an beiden Tagen Kaffee, Kuchen und erstmals auch Käsebütterchen auf (nicht nur auf weibliche) “Kaffeetanten“ warten werden

 

 

 
 
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